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Ein Bericht

Die Nordsee gehört zum Atlantik und ist ein Schelfmeer, welches im Nordwesten von Europa beheimatet ist. Der Ärmelkanal sowie der Skagerrak sind Meerengen der Nordsee. Ansonsten bildet Land die Grenze zu diesem Meer. Die Nordsee erscheint fast wie ein Trichter, wenn sie sich zum Atlantischen Ozean hin öffnet. Das Gebiet um die Nordsee umfasst in etwa 80 Mio. Menschen. Es ist ein bedeutender Handelsweg von Europa für die Weltmärkte. Es ist eine der am dichtsten befahrenen Schifffahrtsgebiete auf der Welt. Der Ärmelkanal grenzt direkt an die Nordsee. Es gibt reiche Erdlöl- sowie Erdgasvorkommen in diesem Meer, die sich unter dem Meeresboden befinden. Der Abbau dieser Reserven geht ab den 1970er Jahren vonstatten. Etliche Ölbohrinseln befinden sich in der Nordsee.

Die geografische Lage sowie die Ausdehnung

Die Nordsee ist auf dem Kontinentalschelf Europas zu finden. Norwegen schließt sich hier mit einem Teil im Norden der Nordsee aus. Großbritannien bildet die westliche Grenze zur Nordsee, Norwegen ist die Grenze im Nordosten, Dänemark im Osten und Deutschland grenzt südöstlich an die Nordsee. Die weiteren Grenzen bilden südlich die Niederlande sowie südwestlich Frankreich. Die Straße von Dover mündet in den Ärmelkanal und die Nordsee bildet einen Trichter zum Europäischen Nordmeer. Dieses befindet sich östlich des Nordatlantiks. Die Grenze im Norden kann nicht einwandfrei naturräumlich differenziert werden.

Gliederung

Der Seewetterdienst von Hamburg teilt zur Vorhersage von Wetterprognosen die Nordsee in Teilgebiete. Diese sind:

Westen von Norden nach Süden:

  • östlich der Shetlandinsenl Viking
  • im Osten von Schottland Forties
  • Dogger (über Doggerbank)
  • Nordsee Südwesten oder auch Southern Bight

Osten von Norden nach Süden:

  • im Westen Norwegens die Insel Utsira
  • Fischer (grenzt an Deutsche Bucht)
  • Skagerrak liegt im Osten der Nordsee und bildet eine Verbindung zur Ostsee.
  • Die Deutsche Bucht
  • Die Helgoländer Bucht

Zuflüsse, einige zu nennen:

  • Rhein-Maas-Delta der Niederlande
  • Elbe in Niedersachsen
  • Glomma in Norwegen
  • Götaälv in Schweden
  • Weser in Niedersachsen
  • Humber in England
  • Firth of Tay in Schottland
  • Otra und Sira in Norwegen
  • Schelde in Belgien / Niederlande
  • Forth in Schottland
  • Ems in Niedersachsen

Geologie und Ursprung

Früher lag das Doggerland im Süden dieses Meeres. Im Tertiär Zeitalter wurde dann das Nordseebecken in der heutigen Form ausgebildet. Die komplette heutige Form bekam die Nordsee in der Holozän-Zeit und die Nordsee verändert sich weiter. Der Meeresspiegel steigt weiter an und im letzten Jahrhundert wurde ein Anstieg von etwa bis zu 25 Zentimetern gemessen! Eisgletscher ließen das Wasser in der Weichseleiszeit sich konzentrieren. So hatte ganz Skandinavien etwa eine Eisschicht von bis zu drei Kilometern Dicke. In der Weichseleiszeit befanden sich riesige Gebiete der Nordsee auf trockenem Boden. Die Nordsee im Süden war überhaupt komplettes Festland und das Doggerland, die britischen Inseln sowie ganz Europa bildeten ein zusammenhängendes Landgebiet.





Die Gestalt des Meeres

Es handelt sich um ein Schelfmeer, dass im Durchschnitt eine Tiefe von 94 Metern aufweist. Für eine See ist dies relativ seicht anzusehen. Im gesamten Süden weist die Nordsee nur eine Tiefe von 50 Metern auf. Eine Ausnahme hiervon ist die Norwegische Rinne, die an Tiefe 725 Meter misst. Im Süden besitzt die Nordsee zahlreiche Sandbänke. Der Ärmelkanal, der sich im Süden der Nordsee befindet, fließt in die Straße von Dover. Die Doggerbank ist ziemliches Flachwassergebiet und bildet eine Grenze zur deutschen Bucht. Im Süden Den Helders liegt das Wattenmeer und umfasst beinahe bis zur Gänze die ganze deutsche Nordseeküste und es erstreckt sich auch bis Esbjerg in Dänemark.

Daten zur Hydrologie

Der Salzgehalt im Meer richtet sich nach Ort sowie Jahreszeit. Dieser liegt in etwa bis zu 25 Promille nahe bei Flüssen sowie circa bis zu 35 Promille im Norden der Nordsee. Zur Winterzeit hat die Nordsee im Schnitt 10 Grad Celsius an Temperatur und zur Sommerzeit in etwa 25 Grad. Die Temperatur schwankt wegen dem Auftreten von Meeresströmungen und der Tiefe des Meeres. An der Wattenmeeresküste kommen die größten Temperaturschwankungen vor.

Wasserzirkulation

Teilgebiete des Elbe-Urstromtales wurden vor circa 9850 bis 7100 Jahren überschwemmt. Einige Zeit danach entstand das Wattenmeer und der Ärmelkanal bildete sich auch aus. Danach folgten Transgression und Regression. Bei der Transgression kommt es zu Wasseranstieg und bei der Regression zu einer Wassersenkung. Um etwa 3000 v. Chr. stand der Meeresspiegel noch circa um vier Meter unter dem heutigen Stand. Danach kam es zu einem Anstieg des Meeres und um 1000 n. Chr. wiederum zu einer Senkung. Später stieg die Nordsee abermals langsam an und diese Situation dauert noch an.

Die Hydrologie

Durch den Ärmelkanal wird das Austausch-Salzwasser geleitet und vom Atlantik in das Nordmeer. Die Flüsse der Nordsee transportieren jedes Jahr bis zu circa 354 Kubikkilometer frisches Wasser jedes Jahr in die Nordsee, wobei die Flüsse der Ostsee etwa 470 Kubikkilometer frisches Wasser pro Jahr liefern. In der Winterszeit liegt die Temperatur des Stromes zwischen 2 bis 5 Grad Celsius und die Salinität liegt bei unter 34,8 Promille. Die Nordsee weist eine Temperatur von 6 Grad auf und ihr Salzgehalt ist etwas höher. Ein Wasseraustausch dauert ungefähr bis zu zwei Jahre. Klare Wasserfronten lassen sich gut erkennen, was etwa Salzgehalt, Temperatur, Nährstoffe sowie Verschmutzung betrifft. Die "friesische Front" gehört zu den großen Fronten.



Spiel der Gezeiten

Die Gezeiten von Ebbe und Flut gehen im Rythmus von 12 Stunden 25 Minuten auf und ab. Alle 24 h 50 min. kommt es zur übernächsten Tide. An der Ostküste von Schottland sowie England wirkt die Corioliskraft und die Gezeiten erreichen hier dann nach zehn bis elf Stunden die Deutsche Bucht. Die Gezeiten wandern durch bis zu drei amphidromischen Punkten, wobei eine etwas vor der Straße von Dover positioniert ist. In der Gegend um De Hoofden, was eine eher enge Gegend ist, bewegt sich die Gezeitenwelle durch den Ärmelkanal. Sie wirkt auf die Southern Bight, die zwischen Südengland, Belgien sowie Holland liegt, ein. Diese Welle benötigt vom Norden Schottlands bis zur Borkum-Insel zwölf Stunden mehr. Daneben gibt es noch zwei weitere amphidromische Punkte: einer liegt vor der Küste Südnorwegens, der andere zwischen Süddänemark, Südschottland oberhalb der Jütlandbank. Es findet sozusagen ein Kreisfeld statt, dass sich immer wieder schließt.

Dieser Tidenhub ist im Süden Norwegens gelegen. Der Hub liegt unter 50 Zentimeter und wird dann wieder höher, je weiter weg die Küste vom amphodomischen Punkt liegt. Er steigt auch bei flachen Küsten sowie bei Verengungen und in der Wash (Küste Englands) ist er am höchsten. In der Wash wird eine Höhe von 6,8 Metern gemessen. Bei Rotterdam kommt gespaltenes Niedrigwasser vor, das sich aus Interferenzen mit den Wellen ergibt. Die Höhe des Tidenhubs an der Nordseeküste Deutschlands ist bis zu viereinhalb Meter hoch. Es kommt dabei auf die Form der Küste an. Der Tidenhub sinkt vor Jütlands Küste und in der Deutschen Bucht werden andere Kriterien mit einberechnet. Küstenlage, die Winde oder Stürme können den Tidenhub stärken oder schwächen. Bei starkem Sturm oder Orkan kommt es zu einer Sturmflut. Tragen die Flüsse Hochwasser beeinflußt dies natürlich Fluten.

Flora sowie Fauna sowie der Umweltschutz

In der Nordsee herrschen starke Gezeiten vor und es kommen auch sehr große algen- sowie seetangreiche Flachwässer vor. Das Nordmeer weist vielfache Strukturen auf und sein Nährstoffvorrat bringt mannigfaltes Leben hervor.

Lebensräume

Es gibt in der Nordsee unterschiedliche Lebensräume mit verschiedenen Biozönosen. Die Nordsee bringt verschiedene Küstengebiete und Küstentypen hervor. Steilküsten, Felsküsten sowie Sandküsten sind typisch in der Nordsee. Die Salzwiesen sowie die Wattflächen sind Übergangsgebiete der Nordsee. Das Wattenmeer der Nordsee hat eine ungeheure Artenvielfalt und in der Tat ist das Artenreichtum in der Nordsee das größte der Erde. Auch die Ästuare können als eigener Lebensraum bezeichnet werden. Dabei handelt es sich um große Flußmündungen, wobei sich das Süßwasser der Flüsse mit der Nordsee vermischt. Weitere Unterscheidungsmöglichkeiten sind das Pelagial und das Benthal. Das Pelagial ist das Freiwasser und das Benthal bezeichnet den Gewässerboden. Somit ist die Nordsee ein riesengroßes Aquarium an Meereslebensraum. Das Benthal lässt sich auch in verschiedene Tiefen und unterschiedliche Böden differenzieren. Die Böden sind felsig, kiesig oder auch sandig und Schlickschichten können zur Gänze fehlen.

Umweltschutz

Leidet wird auch die artenreiche Nordsee von Umweltverschmutzung nicht verschont und es ist bedauerlich, dass jede Menge an Schadstoffen in die See geleitet werden. Der Küstenschutz verändert die Landschaft an der Nordseeküste im Süden enorm. Die Freizeitgestaltung wie auch der Fremdenverkehr sind zum einen Belastung für die Küsten, andererseits aber wird durch den Fremdenverkehr aber viel für den Umweltschutz getan. Das Landschaftsbild soll schön bleiben und gestaltet sein. Auch in der Nordsee kommt es zur Überfischung des Meeres und dadurch ging der Nordseeheringbestand in den 1970er Jahren massiv zurück. Es gibt auch einen starken Schwund der Kabeljau-Bestände.

Im Norden mit Fjorden, Schären, Kliffs

Die größte Insel der Nordsee ist Großbritannien. Dabei grenzt nur der Osten Großbritanniens an die Nordsee. Die Shetlandinseln sowie Orkney liegen zur Gänze in der Nordsee und die Küsten im Norden wurden durch und nach der Eiszeit ausgeformt. Durch die eiszeitlichen Gletscher formten sich Küsten mit starker Gliederung aus. Auch sind die Küsten sehr zerklüftet und die Fjorde wurden durch den Rückzug der Gletscher gebildet. So entstanden tiefe Rinnen, die sich durch das Gestein ihren Weg bahnten. Da das Meer anstieg, wurden diese Rinnen mit Meerwasser gefüllt. Auch kommen hier sehr steile Küstenlinien vor, wobei die Fjorde vor allem an den Küstenlinien Norwegens vorkommen. Sie sind charakteristisch für die Form von Norwegen. Ähnlichkeiten mit Fjorden weisen die Fjärden auf, aber sind diese flacher und haben auch Buchten, die eine breitere Erscheinungsform haben. Darin wiederum finden sich sehr oft kleine Inseln. So kommen Fjärden gehäuft vor den Küsten Schottlands sowie Nordenglands vor. Die Inseln der Fjärden sind mit Sandablagerungen miteinander verbunden oder auch durch Nehrungen. Sie werden in der Region auch Tombolos genannt.

Gegen Süden hin verlaufen die Fjärden dann in Kliffküsten. Diese wiederum formten sich aus den Moränen der eiszeitlichen Gletscher aus. Die Kliffküsten werden durch riesige Trichtermündungen unterbrochen. Die Schären sind wiederum auch charakteristisch für die Nordsee. Diese befinden sich an den Küsten Schwedens oder auch südlich von Norwegen. Die Entstehung von Schären weisen Ähnlichkeiten mit Fjorden sowie Fjärden auf. Es kam zu einer großflächigen Abtragung von Landschaften. Strandflaten, sogenannte Gesteinsplatten von kilometerlanger Dimension, wurden abgeschliffen. In heutiger Zeit befinden sich diese nur einige Meter unter der Meeresoberfläche.

Im Süden mit Flachküste sowie dem Wattenmeer

Auch die Flachküsten im Süden und Osten der Küstenlandschaften bis Dänemark sind in und nach der Eiszeit ausgeformt worden. Hier entstand die heutige Forma aber im weitesten Ausmaß durch das Meer und auch Sedimentablagerungen. Die Küsten sind flach und die Gezeiten bedecken riesige Landmassen mit Überflutungen, um sich später daraufhin wieder zurückzuziehen. Somit kommt es zur Sedimentablagerung und im mikrotidalen Gebiet werden Standwälle und Dünen aufgebaut. Im mesotidalen Gebiet formen sich Barriereinseln aus und die makrotidalen Gebiete zeichnen sich durch Sandbänke aus, die unter der See liegen. Solche Barriereinseln finden sich auf den Ostfriesischen Inseln und auch auf den Westfriesischen Inseln der Niederlande. Barriereinseln formten sich durch die Brandung des Meeres, die Sedimente aufhäuften. Hinter den Wellen wiederum wurden die Sedimente abgetragen. Auf diese Weise kam es zur Ausbildung von sogenannten Sandplaten. Die Sandplaten wurden dann von Sturmfluten überflutet und im Laufe der zeit waren die ersten Pflanzen hier auf den Sandbänken beheimatet. Diese waren äußerst wichtig, denn sie festigten das Land auf den Inseln.

Heutzutage sind die Inseln befestigt, aber dennoch bewegen sich die Inseln weiter. Die Insel Juist in Ostfriesland musste daher ihre Kirchen immer wieder verlegen, da die Insel in Bewegung ist. So wurden auf Juist gleich fünf Kirchen verlagert, da Land eingebüßt wurde. Kurios ist auch die Tatsache, dass Juist ab und an auseinanderbrach, um dann wieder zusammen zu wachsen. Wangerooge ist die Nachbarinsel von Juist und hier sind auch Verschiebungen der Insel nachweisbar. Die Westküsten der Ostfriesischen Inseln verlieren Land, aber die Ostküsten gewinnen Land dazu. Darum muss der Mensch die Westküsten auch besonders schützen. So gibt es den Wattstrom oder Gatt, Tief oder Balje genannt, zwischen den Inslen liegend. Er wurde gebaut, damit die Gezeiten durchfließen können. Auf diese Weise wachsen die Inseln nicht wieder zusammen. Das soll damit verhindert werden.

Helgoland

Wie kam es zur Entstehung der Nordfriesischen Inseln? Sie formten sich aus den Resten der Geestkerninseln. Diese wurden durch Wassermassen fast völlig abgetragen. Dabei wurden sie vom Hinterland gekappt. Sie sind dafür meist höher, aber im Zentrum stabil. Die äußeren Grenzen durchlaufen aber auch dasselbe Schicksal wie die West- und Ostfriesischen Inseln. Dieses ist besonders auf der Insel Sylt zu sehen. Hier kann man schon ein Durchbrechen der südlichen Insel erahnen. Dagegen jedoch versinkt der Lister Hafen im Sand. Im Mittelalter versanken die Halligen in den Sturmfluten. Bei den Halligen handelt es sich um Marschland, das versank. Es gab einst in etwa hundert Halligen, doch in heutiger Zeit gibt es davon nur noch zehn. Von den übrigen existiert nichts mehr, sie wurden großteils abgetragen. Im Norden gibt es die Dänischen Wattenmeerinseln. Sie wurden auf Sandbänken aufgebaut und geformt. Diese Inseln waren im letzten Jahrhundert sehr von Versandung bedroht. Um die Inseln zu schützen, wurden kleine Wäldchen gepflanzt. Zahlreiche Ästuare sind auch an der Küste im Südosten zu finden, zum Beispiel: Maas, Rhein, Weser, Elbe sowie Eider. Durch Zuwachs von Land wurde vor allem die Southern Bight von der Form her verändert. Am IJsselmeer gab es Abdeichungen und auch Maßnahmen zur Landgewinnung wurden ergriffen. Das Wattenmeer befindet sich zwischen Esbjerg sowie Den Helder. Den Helder liegt in den Niederlanden und Esbjerg gehört zu Dänemark. Hier herrschen Ebbe und Flut, die Gezeiten, vor. Es gibt hier einen Nationalpark, da das Gebiet viel Naturschönheit besitzt. Als Ausnahmeerscheinung ist hier die Insel Helgoland zu nennen, denn diese wurde nicht durch das Watt geformt. Helgoland weist auf eine wesentlich ältere Entstehung hin und die Insel ist aus Buntsandstein aufgebaut. In der Gegend um Schobüll sowie Cuxhaven-Duhnen wurde die Festlandküste mit Deichen geschützt.

Der Küstenschutz

Die Grenze von Meer und Land war einst hauptsächlich amphibisch. Dies besonders in Gebieten mit flacher Küste. Es gab hier sehr viele Inseln sowie auch Halligen. Die einzelnen Inseln waren durch Flüsse oder auch Moore getrennt und abgegrenzt. Es kam in regelmäßigen Abständen zu Überschwemmungen auf dem Festland. Viele Gebiete waren sehr durch Sturmfluten bedroht und so kam es zu Ansiedlungen auf kleinen Hügeln. Geestzungen, Dünen und Uferwälle dienten in den Anfängen der Besiedlung als Baugründe. Die Uferwälle boten aber keinen genügenden Schutz gegen Fluten. Daher bauten die ersten Siedler ihre Behausungen auf sogenannten Warften auf. So entstanden zwischen dem 1. bis 4. Jahrhundert die ersten Siedlungen. Warften waren künstliche Hügel, die zumindest meist einige Meter hoch waren. Danach gab es noch eine sogenannte Warftenperiode und zwar vom 7. Jahrhundert bis ins 20. Jahrhundert hinein. Die ersten Deiche gestalteten sich in der Form, dass es sich um Ringdeiche handelte. Dies waren kleine Deiche, die um verschiedene Felder gebaut waren. Auf diese Weise konnte man die Früchte auf den Feldern, wie Hafer oder Pferdebohnen, gut schützen. So konnte man in der Sommerzeit die Ernten ohne Sorgen einfahren. Aber diese Ringdeiche boten im Winter keinen Schutz, denn die Sturmfluten wüteten mit voller Härte. So wurden im Winter die Felder mit ständiger Regelmäßigkeit überschwemmt. Im Hochmittelalter bauten die Bewohner die Ringdeiche zu einer geschlossenen Deichlinie aus. Diese Ringdeiche wurden an der Küste zusammengeschlossen und so konnte der amphische Bereich Stück um Stück in Land umgewandelt werden.

Die Bewohner waren nicht umsonst stolz auf diesen "Goldenen Ring". Denn bereits im 13. Jahrhundert existierte ein Deich um ganz Friesland herum. Aber die Organisation war noch mäßig und auch verfügte man nicht über genügende Ressourcen und Mittel. Wurden die Deiche beschädigt, mussten diejenigen dafür aufkommen, die am schwersten von Flut betroffen waren. Die Grafschaft Oldenburg bot staatliche Hilfe an und die Marschbauern wurden hierin unterstützt. So wurden massive Deichbauten errichtet. Die Niederländer erkor man sich zum Vorbild im Deichbau aus. Über Jahrhunderte kopierte man deren Methoden, denn in diesem flachen Land mit ihren Bewohnern musste man über den Deichbau gut Bescheid wissen. Der Rijkswaterstatt ist eine mächtige Behörde in dem Land, bis zum heutigen Tag. Es wurden deren Techniken übernommen und sogenannte Stackdeiche wurden errichtet. Diese waren aber kein effektiver Schutz gegen schwere Sturmfluten mit meterhohen Wellen. Das dafür benutzte Holz wurde von der Schiffsbohrmuschel zerfressen. Diese stammte aus tropischen Gewässern und sie wurde in die heimischen Gebiete einst eingeschleppt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden dann Baumaschinen eingesetzt für den Deichbau. Damit konnte man größere Erdmengen bewegen und die Deiche wurden höher gebaut. Spundwände werden auf weichem Untergrund verarbeitet. Ansonsten würde die Erde im Erdboden versinken. Dünen sind auch von besonderer Wichtigkeit beim Küstenschutz. In Holland bei Hoek van Holland und Den Helder, dienen sie als alleiniges Schutzschild gegen Überschwemmungen und Fluten. Auf Zeeland und mehreren Inseln Nordfrieslands, verwendete man zusätlich Deiche als Schutz. Strandhafer ist ein guter Helfer heutzutage, um der Erosion Herr zu werden. Das Wandern der Dünen kann durch den Strandhafer auch verringert werden. Die Deltawerke befinden sich in den Niederlanden und sind massive Bauten für den Schutz der Küsten. Vor der Insel Sylt in Deutschland hilft man sich mit Sandvorspülungen.

Schwere Sturmfluten

Die Küsten der Länder der Niederlande, Belgiens, Deutschlands sowie Dänemarks sind von Sturmfluten sehr oft betroffen. Diese gefährden deren Küsten enorm, denn die Küsten sind flach und schon bei einem leichten Anstieg des Meeresspiegels sind Überschwemmungen die Norm. Dazu kommen noch die Stürme der Westwinde, die an der Nordsee toben - oft sogar orkanartig. Nordwestwinde ziehen des öfteren über die Niederlande sowie auch die Küste Niedersachsens. Sturmfluten sind sehr gefährlich und über die Jahrhunderte fielen diesen Sturmfluten Hundertausende Menschen zum Opfer. Auch trugen die Fluten maßgeblich an der heutigen Form der Küsten mit bei. Sogar bis in die Neuzeit gab es bis zu Zehntausende an Todesopfern. Sogar bis zu Hunderttausend Todesopfer gab es bei jeder Flut. Hier kann man natürlich trotzdem nur von Schätzungen ausgehen. Die erste Flut, die man dokumentierte, war die Julianenflut in den Niederlanden. Sie wird als sich am 17. Februar 1164 ereignende Flut angegeben. Jedoch kann dies nicht mit Sicherheit bestätigt werden. Im Jahr 1219 kam es zur "Ersten Marcellusflut". Diese traf Westfriesland mit vollster Härte sowie auch Ostfriesland. Ostfriesland reichte zu jener Zeit bis zur Weser und es entwickelte sich gerade der Jadebusen. Allerdings nachgewiesen sind durch Chroniken 100.000 Tote im Jahr 1228, als sich eine verheerende Sturmflut ereignete. Auch bei der "Zweiten Marcellusflut", die sich im Jahr 1362 ereignete, gab es 100.000 Tote. Dabei wurde die Süd- sowie Ostküste der Deutschen Bucht hart getroffen. Es kam zu großen Landeinbußen im Zuge dieser Sturmflut. Rungholt, eine legendenumwobene Stadt, wurde damals Opfer der Fluten und versank für immer in der Nordsee. Dabei kam es zur Bildung der Insel Strand. Im Jahr 1634 kam es zur Burchardiflut und diese zerstörte die Insel Strand völlig. Nur die Halligen blieben erhalten und im Jahr 1721 kam es dann nur Neujahrsflut. Dabei wurde die Düne von der Insel Helgoland entfernt.

Die Hollandsturmflut ereignete sich wiederum im 20. Jahrhundert in den Niederlanden. Diese fegte am 1. Februar des Jahres 1953 über die Niederlande hinweg und dabei fanden mehr als 2000 Menschen den Tod. Am 16. und am 17. Februar des Jahres 1962 kam es zur Hamburger Sturmflut. Es waren 315 Hamburger unter den Opfern. Die höchsten Wasserstände, die jemals in der Nordsee gemessen wurden, ereigneten sich mit der "Jahrhundertflut" im Jahr 1976 sowie 1981 mit der "Nordfrieslandflut". Nach der Hamburger Flut verstärkte man allerdings den Deichbau. Somit ereigneten sich damals nur Sachschäden. Im Jahr 1990 kam es in der Zeit von 26. bis 28. Februar zu einer gewaltigen Sturmflut. In drei aufeinanderfolgenden Tagen ereigneten sich insgesamt fünf Fluten. Es kam zu gigantischen Wellen und Fluthöhen. Es wurden auf der Insel Büsum Windstärken von bis zu 160 km / h gemessen. Zum Glück kostete diese Flut keine Menschenleben, denn der Küstenschutz wurde vorher stark verstärkt. So kam es nur zu Sachschäden.

Die Rohstoffe

Im Jahr 1958 wurde bei Slochteren in den Niederlanden ein Erdgasfeld gefunden. Geologen lokalisierten es in der Provinz Groningen. Diese vermuteten, dass noch weitere dieser Erdgasfelder unter der Nordsee liegen. Da die Besitzrechte aber nicht geklärt waren, nahm man damals von weiteren Bohrungen Abstand. Im Jahr 1966 kam es dann zu Probebohrungen und im Jahr 1969 wurde das Ekofisk-Feld aufgespürt. Die Phillips Petroleum Company entdeckten das Feld und zu jener Zeit handelte es sich um eines unter den 20 größten Erdölfelder der Erde. Das Öl war auch überaus schwefelarm und somit hochwertig. Somit wurde ab dem Jahr 1971 nach Öl gebohrt und nach oben gefördert. Am Anfang holte man das Öl mit Tankern zutage. Ab dem Jahr 1975 wurde dann eine Pipeline benutzt, die nach Cleveland, England, führte. Eine weitere Pipeline kam dann 1977 hinzu und das Öl wurde nach Emden, Deutschland gepumpt. Es kam dann zu einer Ölkrise und somit kam es zur Ausbeutung durch die Ölkonzerne. Der Ölpreis stieg weltweit an und größere Investitionen konnte man damit tätigen. Auch in den 1980ern sowie 1990ern entdeckte man riesige Ölfelder. Somit wurde die Nordsee zu einem wichtigen Öllieferanten. Die Kosten der Produktion sind relativ hoch, jedoch wird dies wieder mit der politisch stabilen Situation in der Gegend wettgemacht. Außerdem befinden sich die westeuropäischen Absatzmärkte sozusagen gleich vor der Haustüre. Zur Zeit befinden sich in etwa 450 Borhinseln in der Nordsee. Damit ist die Nordsee wichtigster "Produzent" der Offshore-Förderindustrie. Die Briten haben die meisten Plattformen auf ihrem Gebiet. Dann kommen die Plattformen, die sich im norwegischen Sektor befinden. Gefolgt von den niederländischen und dänischen Sektoren. Das meiste Öl befindet sich auf britischem sowie norwegischem Gebiet. Es gibt Schätzungen, die besagen, dass sich 54 Prozent der Ölreserven im norwegischem Bereich befindne. 45 Prozent ist der Anteil der Gasreserven in Norwegen. Auch das Statfjord-Feld ist ein wichtiges Ölfeld. Um dieses erschließen zu können, wurde eine Pipeline durch die Norwegische Rinne gebaut. Statoil ist ein Staatsunternehmen in Norwegen und dieses bekommt auch die Hälfte der Prozentanteile an Ölfeldern. Dies wurde in einem norwegischen Gesetz beschlossen. Das Troll-Feld hat die größte Gesamtfläche, hier liegt das größte Erdgasfeld der Nordsee. Dieses befindet sich in der Norwegischen Rinne und ist in einer Tiefe von 345 Metern zu finden. Das ist eine enorme Tiefe und die Förderung war nicht so einfach. Die Plattform an diesem Standpunkt ist 472 Meter hoch und wiegt 656.000 Tonnen. Das ist eine gewaltige Masse und sie ist auch die größte Offshore-Bohrplattform. Auch wurde noch nie zuvor eine solche Masse an Gewicht für ein Objekt von Menschen bewegt. Für den deutschen Sektor sind nur zwei Plattformen vorhanden. Das Ölfeld Mittelplate ist das größte dieser Felder. Im Jahr 1999 erreichte die Ölförderung ihren höchsten Stand. Nahezu 6 Mio. Barrel Öl sowie 280.000.000 m³ Erdgas wurden pro Tag gefördert. Mit großen Ölreserven kann in der Nordsee aber wohl kaum noch gerechnet werden. Das Gebiet ist nahezu gänzlich erschlossenes Rohstoffgebiet. Shell sowie BP haben die Förderung schon eingestellt. Die Ölreserven der Nordsee gehen zur Neige. Brent Crude war eine der ersten Ölsorten, die in der Nordsee gefördert wurden. Er gilt als Standardpreis für Öl, das aus Europa, Afrika sowie dem Nahen Osten kommt.

Auch werden dem Meeresboden jährlich einige Mio. m³ Kies sowie Sand geraubt. Dieses braucht man, um Sandaufschüttungen an den Stränden der Inseln zu tätigen, aber auch für den Küstenschutz. Im Jahr 2003 waren die Niederlande Spitzenreiter mit 30 Mio. m³ Sand und Kiesentnahmen. Zum Vergleich: im Jahr 2005 wurden circa 740.000 m³ Sand genommen, für Deutschland. Auch Kohleflöze befinden sich in reichem Ausmaß unter der Nordsee. Dies geht auf den geologischen Ursprung der Nordsee zurück.

Fischfang

In der Nordsee wird seit mehr als 100 Jahren der Fischfang in kommerziellem Ausmaß betrieben. Hierbei wird in erster Linie mit Grundschleppnetzen gearbeitet. Durch den technischen Fortschritt wurden die Fangmethoden wie auch die Fangmengen immer mehr. In den 1980er Jahren gab es einen Höchststand mit bis zu 3 Mio. Tonnen jährlich. Seit damals sind die Fangmengen rückläufig und der Überfischung muss auch hier endlich Einhalt geboten werden. Erschreckende 150.000 Tonnen pro Jahr landen wieder im Meer. Beifangfisch, der für den Markt nicht brauchbar ist und auch etwa 85.000 Tonnen jährlich an toten oder mangelhaften Fischen wandern wieder über Bord. Der gefangene Fischbestand wird zur Hälfte zu Fischmehl oder Fischöl weiter verarbeitet.

Die wichtigsten Fischbestände der Nordsee sind:

  • Makrelen
  • Kabeljau
  • Schellfisch
  • Wittling
  • Seelachs
  • Scholle
  • Zungen
  • Nordseegarnele
  • Hummer
  • Krabben

Daneben werden noch Miesmuscheln, Kammmuscheln sowie Austern gezüchtet. Dies ist aber nicht die Fischerei im klassischen Sinn. Die Fangquoten sind seit 1983 von der EU reguliert worden. Aber Schellfisch sowie der Kabeljau sind von massiver Überfischung dennoch bedroht. Daneben muss erwähnt werden, dass die Fischerei mit Schleppnetzen pro Jahr 5000 Schweinswalen das Leben kostet. Und das alleine nur im dänischen Bereich. Um die Fischbestände zu schonen, werden bereits seit den 1960er Jahren Maßnahmen ergriffen. Es dürfen nur bestimmte Fangnetze verwendet werden. Auch die Anzahl der Fischereischiffe ist begrenzt. Schwarze Schafe in diesen Bereichen hielten sich aber nicht an die strikten Vorgaben und so werden die Bestände kaum geschont. Eine "Gemeinsame Fischereipolitik" soll Abhilfe verschaffen, diese wird vor allem durch die Länder Großbritannien sowie Dänemark vertreten. Diese sind zwei bedeutende Fischereinationen und Mitglieder der EU. Für Norwegen bestehen Abkommen mit der EG. Es ist nur zu hoffen, dass sich alle an die getroffenen Maßnahmen halten, denn die Ausbeutung der Meere muss gestoppt werden.




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