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Ferienwohnung in Jork

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Ein Bericht

Jork liegt in Niedersachsen und die Gemeinde besitzt eines der größten Anbaugebiete an Obstplantagen in ganz Europa. Die Gemeinde hat in etwa 12.050 Einwohner.

Gemeindegliederung

Jork hat sieben Ortsteile:

  • Jork
  • Borstel (mit Lühe)
  • Ladekop
  • Estebrügge
  • Königreich (mit Leeswig)
  • Hove (hier Klein und Groß Hove)
  • Moorende

Jork hat die drei Kirchspiele Jork mit St. Matthias, Borstel mit St. Nikolai sowie Estebrügge mit St. Martini.

Geschichtliches

Eine erste Erwähnung in einer Urkunde gab es im Jahr 1221. 1885 kam der Ort zu Preußen mit dem "Kreis Jork", wo auch die Gemeinde Neuland und Buxtehude dazuzählten. 1932 wurde der Landkreis aufgelöst und im Westen dem Kreis Stade einverleibt, im Osten dem Kreis Harburg. Das Amtsgericht Jork wurde 1972 aufgelöst. Am 1. Juli 1972 kam es zur Zusammenlegung von Borstel, Estebrügge, Hove, Jork, Königreich, Ladekop sowie Moorende. In Jork wurden einige neue Apfelsorten gezüchtet. Die Apfelsorten Gloster 69 sowie der Jamba wurden in Jork gezüchtet. Gloster 69 ist eine Kreuzung zwischen "Glockenapfel" sowie "Richared" und kam im Jahr 1951 zustande und der Jamba wurde 1955 neu gezüchtet.

Ortsname Jork

Im Jahr 1221 wurde der Ort als "Maiorc" erwähnt, 1232 als "Mayorc". Dann im Jahr 1247 ist ein "Jorike" urkundlich belegt und 1313 "Jorke". Es schwanken in den Urkunden demnach die Bezeichnungen zwischen "Majork" und Jork. Also entwickelte sich die Bezeichnung von "Majork" zu Jork. "To dem jorke" bedeutet Schlamm oder Schlick und hier kommt das niederdeutsche Wort "gork" vor. Jork setzte sich im Laufe der Jahrhunderte als Ortsname durch.

Wappen von Jork

Die Blasonierung des Wappens ist mit einem Schild, das zweigeteilt ist, zu sehen. Die obere Hälfte hat die Farbe Blau und hier sind zwei Giebelbretter, die sich kreuzen, zu sehen. Auf der unteren Hälfte herrscht die Farbe Silber vor und es ist ein roter Spaten zu sehen. Der Schildfuß ist grün und zwei Schwurhände sind auch in Rot gehalten. Der Maler Carsten Eggers gestaltete den Entwurf für das Jorker Wappen. Eggers wuchs in Jork auf und ist auch Bildhauer.



Bürgermeister in Jork

Gerd Hubert wurde für acht Jahre gewählt und ist der Bürgermeister von Jork. Amtsantritt des Bürgermeisters war der 1. November 2011.

Sehenswertes

Das Naturschutzgebiet "Borsteler Binnenelbe und Große Brack" bei Borstel.

Bauwerke

Jork befindet sich im sogenannten "Alten Land" und hier gibt es jede Menge alter Fachwerkshöfe. Diese haben Prunkpforten, die "Altländer Tore" genannt werden. Der Obstmarschenweg durchzieht die weitreichenden Obstanbaugebiete mit den historischen Höfen. Für einen Kurzurlaub oder einen Wochenend-Trip eignet sich die Gegend wunderbar zur Erholung. In Borstel steht eine Mühle, welche eine Attraktion für Touristen ist. Der Gräfenhof ist das Rathaus von Jork und es ist historisch bis ins 12. Jahrhundert belegt. Das Trauzimmer befindet sich im 1. Stock und ist aus alter Zeit erhalten.

Die Esteburg ist ein Herrensitz aus dem 17. Jahrhundert und liegt in Moorende. In Jork gibt es unzählige alte Leuchttürme am Elbdeich.

Leuchttürme gibt es in:

  • Twienlenfleth
  • Lühe
  • Mielstack

Regelmäßige Veranstaltungen auf Jork

Bei uns ist immer was los:

  1. Anfang November finden die Lessing-Gespräche statt. Die Gespräche gibt es seit 1992. Sie werden im Museum "Altes Land" veranstaltet.
  2. Zu Ostern gibt es die Osterfeuer, die in einigen Ortsteilen angezündet werden.
  3. Der Altländer Blütenmarsch ist ein Feuerwehrmarsch der Freiwilligen Feuerwehr von Jork. Er findet immer am ersten Sonntag im Wonnemonat Mai statt.
  4. Das Altländer Blütenfest wird am ersten Mai-Wochenende organisiert.
  5. Am 3. Wochenende des Septembers gibt es den Estebrügger Markt. Der Heimatverein von de Est veranstaltet den Traditionsmarkt.
  6. Die Norddeutsche Obstbautage gibt es jedes Jahr im Februar.
  7. Etwas Besonderes ist der Wikinger-Markt in Neuenschleuse.

Persönlichkeiten von Jork

Gotthold Ephraim Lessing heiratete 1776 Eva König in Jork. Daher wurden zum Andenken an den Schriftsteller die "Lessing-Gespräche" eingeführt. Mehrere Prominente heirateten hier, wie etwa Otto Waalkes oder Elton.



Die Aurora Windmühle als Sehenswürdigkeit

In Borstel steht die Mühle Aurora und ist für Windmühlenfreunde sehenswert. Sie wird auch Borsteler Mühle genannt. Die Mühle ist ein sogenannter Galerieholländer und wurde im Jahr 1856 von Adolf Friedrich Peters gebaut.

Baudaten der Mühle

Der Backsteinunterbau der Mühle ist mehr als zehn Meter hoch und hat vier Stockwerke. Die Galerie ist umlaufend und zieht sich über die ganze Mühle. Hier kommen nochmal 14 Meter der Mühle zum Tragen. Der Grundriss der Mühle ist achteckig und ihre Flügel sind segelbespannt. Insgesamt weist die Mühle eine Höhe von stolzen 24 Metern auf und hat neun Ebenen. Gerd Pickenpack veranlasste 1907, den Mühlensteert zu entfernen und ließ dafür eine Windrose mit einem Stellgetriebe einbauen. Aber deren Funktion war desolat und die Mühle sackte ab. 1911 wurde ein Motorbetrieb eingebunden, somit war das Bauwerk nicht auf viel Wind angewiesen.

Namensgebung der Mühle

Den Namen bekam die Mühle nach der Gräfin Aurora von Königsmarck, die 1662 in Stade geboren wurde. Deren Eltern waren Graf Conrad Christopher von Königsmarck und Maria Christian von Wrangel. Aurora war aus altmärkischem Adel und die Mätresse von August dem Starken. Andre Maurois, ein Dichter aus Frankreich, bezog sich im Buch "George Sand" auf Aurora.

Geschichte der Mühle „Aurora“ in Jork Borstel

Adolf Friedrich Peters hatte die Windmühle einst erbaut. Er starb im Jahr 1861 im Alter von nur 28 Jahren. Daraufhin verehelichte sich seine Witwe erneut, mit Gerd Pickenpack. Ein Wohnhaus stand neben der Mühle und dieses wurde 1881 renoviert und bekam eine Bäckerei dazu. 1922 gab es neue Besitzer, Harms und Wahlen. Pickenpack behielt jedoch das Müllershaus. Später war allerdings Wahlen alleiniger Besitzer.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Mühle stark zerstört. Das Flügelkreuz wurde so beschädigt, dass man in Folge nur mehr mit Motor mahlen konnte. Im Jahr 1953 gab es einen Anbau zum Wohnhaus. Der letzte Müller hieß Walter Legenstein und dieser bewohnte das Haus mitsamt Familie. 1961 wurde der Müllersbetrieb eingestellt, denn die wirtschaftliche Lage erlaubte keinen Betrieb mehr. Die Mahlwerke verstummten daraufhin für immer. Zuvor war die Mühle 100 Jahre lang in Betrieb. In den Balken der Windmühle nisteten sich daraufhin Turmfalken ein.

Gegen Ende der 1970er Jahre gab es einige Veränderungen in der Gegend der Mühle. Es kam zur Verlegung der Deichlinie und die Kreisstraße wurde neu trassiert. Die Windmühle war zu dieser Zeit mehr eine Ruine, nur der Unterbau war nicht baufällig. Die massiven Backsteinwände waren meterdick. Es kam zu Kaufverhandlungen mit dem Besitzer der Mühle und dem Landkreis Stade. Aber es kam zu keiner Einigung, was den Preis betraf. 1981 wollte der Müller Walter Legenstein die Windmühle an eine Privatperson verkaufen. Der Landkreis wollte dies nicht hinnehmen, denn die Mühle war ein imposantes Stück Zeitgeschichte und lag genau an der Einfahrt zum "Alten Land". Der Landkreis hatte aber die finanziellen Mittel nicht, um die Mühle abkaufen zu können. Zu guter Letzt kam es doch noch zu einer preislichen Einigung mit dem Besitzer der Mühle. Es wurde ein Zuschuss für den Kauf bewilligt und im Anschluss wurde die Renovierung des Bauwerkes in Angriff genommen.

Restaurierung der Windmühle

Nun kam es mehr als 20 Jahre nach Einstellung des Mühlbetriebes zur Renovierung. 1984 wurde damit begonnen und die Renovierung war gründlich. Der Landkreis Stade kaufte nebst der Mühle auch noch das Grundstück auf. Die drehbare Haube sowie der Steert und die Schoren mit dem Spretbalken wurden rekonstruiert. Die einst stolze Mühle hatte schwerwiegende Mängel und Schäden aufzuweisen. Das Mauerwerk war äußerst desolat und baufällig und die Renovierungsarbeiten waren zahlreich. Eine neue Galerie wurde gebaut, der achtkantige Grundriss wurde mit neuer Schindelverkleidung aus Zedernholz bestückt. Die Haube bekam eine Kupferabdeckung und eine neue Haupt- sowie Königswelle wurden eingebaut, mit einem Kamm- und Stirnrad. So wurde die Windmühle wieder betriebsfähig gemacht und der Mahlgang wurde hergerichtet. Auch der Steert, der Flügelkranz und Rollenkranz und vieles mehr wurden angebaut. Um alles wieder laufen zu lassen, waren viele technisch versierte Handwerker nötig. Das Holz der Mühle wurde wunderbar saniert und auch imprägniert, um nicht Schädlingen Platz zu bieten. Meisterhandwerker setzten all ihr Können ein, um die historische Windmühle wieder erstrahlen zu lassen. Eine Neigung vom Mühlenturm musste ausgeglichen werden. In der Mühle ist heute ein Restaurantbetrieb auf ganzen drei Ebenen eingerichtet und lädt zur Einkehr in Jork ein.

Die Wegebahn "Altländer Bimmelbahn" ist auch für Touristen interessant, denn es gibt Rundfahrten durch Jork.




Obstmarschenweg

Er ist 100 km lang und man begeht hier die Elbmarschen im Süden. Der Weg lädt zum Wandern ein und führt auch durch das "Alte Land" bis in die Stadt Hamburg. Der Weg führt auch durch ein Obstanbaugebiet von großem Umfang. Zur Kirschblütenzeit hat der Weg seinen besonderen Charme. Traditionsobsthöfe liegen am Weg und diese bieten in Hofläden Äpfel, Kirschen sowie Gemüse an. Die Fachwerkhäuser, die am Weg liegen, sind teilweise einige Jahrhunderte alt, aber sehr gepflegt. Auch ein Obstlehrpfad ist vorhanden und für Radfahrer ist es ein interessanter Abschnitt. So ist der Obstmarschenweg auch in Radfahrkarten eingezeichnet und der Weg ist mit speziellen Schildern gekennzeichnet, die einen Apfel zeigen.



Der Obstmarschenweg führt über:

  • Freiburg / Elbe
  • Drochtersen
  • Bützfleth
  • Hollern
  • Grünendeich
  • Steinkirchen
  • Mittelnkirchen
  • Jork
  • Neuenfelde

Im Jahre 1956 gab es ein Preisausschreiben vom Werbeausschuss. Der Name "Obstmarschenweg" gewann das Preisausschreiben als Sieger. Dabei wurden damals 423 Namensvorschläge eingereicht. Namensgeber war Emil Volkmer und 150 Wegweiser, die die Form eines Apfels haben wurden aufgestellt, um Teile des Weges zu markieren. Die Obstbauern im Gebiet wünschten sich eine Gegenbezeichnung zur Bergstraße im Odenwald.